#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Schon immer siedeln Menschen da, wo es frisches Wasser gibt, ohne können wir halt nicht leben.
Und vielleicht sind Wasserquellen deswegen oft besondere, manchmal sogar heilige Orte. Weil da einfach aus der Erde quillt, was uns am Leben hält. Und nicht nur das, es macht auch lebendig: Wenn ich mich heißgelaufen habe - dann kaltes Wasser trinken, über Gesicht und Hände plätschern lassen - es gibt kaum ein besseres Gefühl.
Deswegen ist "Quelle" vielleicht auch synonym geworden, mit dem Ort von dem unsere Kraft herkommt, nicht nur die körperliche. Dem Ort, wo unsere Haltung, unsere Motivation, unsere Liebe zu Hause ist - und der nicht versiegt.
Lied: Marina Palmen - Kennst du die Quelle, die dir Kraft schenkt
Alltagsexperiment
Quellen haben wir ja meistens nicht zuhause. Aber Wasserhähne!
Nimm Dir einen Moment – beim Händewaschen oder so – und lass dir kaltes Wasser über die Hände laufen.
Spür dabei, wie lebendig du bist – und was deine tiefste Quelle ist, für alles was du tust.
Wandel - Woche 2: vom 25.02. bis 3.3.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Alles ist im Wandel. Stetig, unaufhaltsam. Nicht nur die Gesellschaft, sondern auch ich ganz persönlich.
Es gibt Momente im Leben, da merke ich, ich muss etwas verändern. So wie es ist, passt es nicht mehr. Manchmal sind es äußere Umstände, manchmal spüre ich: ich muss mich selbst verändern.
Doch innerer Wandel geht nicht einfach von heute auf morgen. Innerer Wandel braucht Zeit, braucht Pausen zum Nachdenken, braucht das Innehalten und immer wieder reflektieren: was war und wie soll es sein? Wie will ich sein? Und erst dann bin ich bereit für den nächsten Schritt.
Lied: Peter Fox - Alles neu
Experiment
Nimm dir diese Woche einmal bewusst Zeit, um zurückzuschauen:
Wie war ich als Kind, als Jugendlicher, als 25jährige?
Wie bin ich jetzt?
Gibt es etwas, was ich verändern möchte? An mir, an den Umständen, in denen ich lebe?
Wie könnte ein Schritt in Richtung Veränderung aussehen?
Übergang - Woche 1: vom 18.02. bis 24.02.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Übergänge sind selten sanft. Manchmal sind sie abrupt – wie von Karneval auf Aschermittwoch. Eben noch laut, dann plötzlich still. Und oft ist es auch im eigenen Leben so: Etwas ändert sich von jetzt auf gleich, aber innerlich kommt man nicht sofort hinterher. Die Seele braucht Zeit. Sie hoppelt nach.
Vielleicht gestalten wir Menschen deshalb Übergänge. Mit Ritualen, mit Zeichen, mit Wiederholungen. Geborenwerden, Erwachsenwerden, Heiraten, Kinder kriegen, Sterben - dafür gibt es in fast jeder Glaubensrichtung Rituale. Nicht, um alles sofort zu verstehen, sondern um begleitet zu sein. Um dem Inneren die Chance zu geben, hinterherzukommen.
Und nicht jeder Übergang ist so monumental – aber ganz so einfach sind auch die kleinen Übergänge oft auch nicht. Willkommen, Abschied, Anfang und Ende des Tages…
In dieser Fastenzeit geht es nicht darum, jeden Übergang perfekt zu meistern.
Vielleicht reicht es, ihn wahrzunehmen. Geduldig zu sein. Und Schritt für Schritt weiterzugehen.
Lied: Zwischen den Welten · Nie und Nimmer
Experiment
Von einem Raum in den nächsten gehen – das ist wohl der kleinste alltäglichste Übergang, den wir so haben.
Und vielleicht kannst Du den ja heute auch mal gestalten:
Bleib heute einmal bewusst im Türrahmen stehen. Nur für einen Moment. Spür, wo du herkommst – und wohin du gehst. Dann geh weiter. Eins nach dem anderen.