Sieben Wochen lang sind wir gegangen. Schritt für Schritt. Von Übergang zu Übergang. Wir haben uns gefragt: Was trägt mich? Was macht mich lebendig?
Die Osternacht hat im Dunkeln begonnen, an einem Punkt, an dem kein Schritt mehr weiterzuführen scheint. Und dann: ein kleines Licht. Aber heller als vermutet. Und es steckt an
Auferstehung.
Nicht mit großem Krach. Nicht mit dem Anspruch, fertig zu sein. Sondern mit der leisen Zusage: Es geht weiter. Für dich, für mich, für uns.
Euch allen wünschen wir von ganzem Herzen frohe und gesegnete Ostern! Euer Team aus dem kfd-Münster-Diözesanbüro und euer Leitungsteam
Kinder des Lichts - Woche 7: vom 1.4.2026. bis 7.4.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Jede Woche ein weiterer Schritt auf dem Weg.Eins nach dem andern wächst der Mut, anders zu leben: frei von Rollen, die klein halten, frei von Zwängen von außen.
Wir wählen einen Lebensstil, der nährt – christlich, solidarisch, feministisch.
Wo Frauen* ihr Licht nicht mehr verstecken, verliert die Dunkelheit ihre Macht. Schritt für Schritt wird es heller, denn wir leben als Kinder des Lichts (Eph 5, 8). Wir stützen uns gegenseitig, sind füreinander da, bilden Banden! So, wie Jesus es vorgelebt hat.
Lied: Sisters are doin‘ it for themselves – Eurythmix feat. Aretha Franklin
Alltagsexperiment
Oft stellen wir unser Licht unter den Scheffel und nehmen an uns selbst gar nicht wahr, wie viel Licht wir in unsere Umgebung bringen.
Ich lade dich ein, dir in dieser Woche ein / zwei / drei Frauen in deiner Familie, deinem Freundes- oder Bekanntenkreis zu suchen, denen du eine kleine Botschaft zukommen lässt:
„Das sehe ich als dein Licht!“
Entweder anonym oder auch, dass klar ist, von wem die Botschaft kommt. So wie du magst.
DA SEIN - Woche 6: vom 25.3.2026. bis 31.3.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Da sitzt frau auf dem Sofa und hat endlich mal Pause – und dann dreht der Kopf sich weiter. Was gerade war, was ich noch tun muss, was noch passieren könnte, was wer vielleicht denkt. Und schwupps, ist der Moment vorbei. Und ich habe gar nicht mitbekommen, wie er eigentlich war. Wie es mir geht. Wer ich bin, auch wenn ich noch nicht alles erledigt habe.
Da sein – das wäre jetzt. Einfach nur hier. Ohne die Gedanken, die schon beim Nächsten sind. Ohne das Gefühl, ich müsste noch etwas leisten, um wertvoll zu sein.
Wie toll wäre das zu merken: Dieser Moment gehört mir. Ich muss nichts tun, um ihn zu verdienen. Ich bin da.
Lied: DOTA - Für die Sterne
Alltagsexperiment
Wenn du heute draußen bist, bleib einfach mal stehen.
Guck in den Himmel und fühl deine Füße auf der Erde.
Atme tief durch.
Du bist da.
Das ist genug.
Anlauf nehmen - Woche 5: vom 18.3.2026. bis 24.3.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Ich bin auf dem Weg. Ich bin los gegangen und bin dabei, mich zu verändern.
Ich habe mir meine Kraftquellen bewusst gemacht und freue mich, dass ich es geschafft habe. Doch dann… werd ich ausgebremst. Es passiert etwas, was mich zweifeln lässt. Ich komme aus meiner neu gewonnenen Routine raus und bin plötzlich wieder in alten Mustern gefangen. Ich verliere den Mut.
Rückschläge. Sie treffen mich unerwartet. Und lassen mich straucheln. Dann hilft manchmal Musik mit den passenden Texten, manchmal der bewusste Rückzug, um sich wieder zu fokussieren. Und manchmal brauche ich einfach Menschen an meiner Seite, die mich ermutigen, die mich unterstützen, den neuen Weg wiederzufinden.
Anlauf nehmen, immer wieder Anlauf nehmen – bis es klappt.
Lied: Clueso – Anlauf nehmen (Sing meinen Song 2022)
Alltagsexperiment
In dieser Woche lade ich dich ein, dir etwas zu suchen, was dir nicht so recht gelingen will:
Dieses eine Rezept, was immer misslingt; diese eine Handarbeit, an der du verzweifelst; diese eine Aufgabe, die du schon so lange vor dir herschiebst….
Und dann freue ich mich, wenn du Anlauf nimmst, immer wieder Anlauf nimmst – bis es vielleicht endlich klappt!
Geh (los)! - Woche 4: vom 11.3.2026. bis 17.3.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Los!
Geh los!
Starte deinen Weg
Der Veränderung, indem du
Aufbrichst!
Denk
An das,
Was du geschafft
Hast und noch schaffen
Wirst!
Geh!
Einen Schritt
Und noch einen
Immer weiter, bis du
Ankommst.
Lied: Spirit of Animals - Geh los – Ein Lied über Mut, Neubeginn & den Weg, der dich ruft | Spiritueller Song
Alltagsexperiment
Ich lade dich ein, einmal wahrzunehmen, in welcher Position du diesen Text gerade liest:
Im Sitzen, im Stehen, im Gehen?
Wenn du sitzt, lade ich dich ein, einmal aufzustehen, tief Luft zu holen und loszugehen. Egal wohin, einfach den ersten Schritt machen und schauen, wohin er dich führt.
Wenn du stehst, lade ich dich ebenfalls ein, einmal tief Luft zu holen und den ersten Schritt zu machen. Schau mal, wohin es für dich geht.
Wie fühlt sich das für dich an?
Und wenn du schon im Laufen bist: dann lade ich dich ein, einmal anzuhalten und dir bewusst zu machen, wohin du gerade unterwegs bist. Hole einmal tief Luft und mache dann ganz bewusst den ersten Schritt auf deinem Weg zum Ziel. Hat sich für dich etwas verändert?
Quelle - Woche 3: vom 4.3.2026. bis 10.3.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Schon immer siedeln Menschen da, wo es frisches Wasser gibt, ohne können wir halt nicht leben.
Und vielleicht sind Wasserquellen deswegen oft besondere, manchmal sogar heilige Orte. Weil da einfach aus der Erde quillt, was uns am Leben hält. Und nicht nur das, es macht auch lebendig: Wenn ich mich heißgelaufen habe - dann kaltes Wasser trinken, über Gesicht und Hände plätschern lassen - es gibt kaum ein besseres Gefühl.
Deswegen ist "Quelle" vielleicht auch synonym geworden, mit dem Ort von dem unsere Kraft herkommt, nicht nur die körperliche. Dem Ort, wo unsere Haltung, unsere Motivation, unsere Liebe zu Hause ist - und der nicht versiegt.
Lied: Marina Palmen - Kennst du die Quelle, die dir Kraft schenkt
Alltagsexperiment
Quellen haben wir ja meistens nicht zuhause. Aber Wasserhähne!
Nimm Dir einen Moment – beim Händewaschen oder so – und lass dir kaltes Wasser über die Hände laufen.
Spür dabei, wie lebendig du bist – und was deine tiefste Quelle ist, für alles was du tust.
Wandel - Woche 2: vom 25.02. bis 3.3.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Alles ist im Wandel. Stetig, unaufhaltsam. Nicht nur die Gesellschaft, sondern auch ich ganz persönlich.
Es gibt Momente im Leben, da merke ich, ich muss etwas verändern. So wie es ist, passt es nicht mehr. Manchmal sind es äußere Umstände, manchmal spüre ich: ich muss mich selbst verändern.
Doch innerer Wandel geht nicht einfach von heute auf morgen. Innerer Wandel braucht Zeit, braucht Pausen zum Nachdenken, braucht das Innehalten und immer wieder reflektieren: was war und wie soll es sein? Wie will ich sein? Und erst dann bin ich bereit für den nächsten Schritt.
Lied: Peter Fox - Alles neu
Experiment
Nimm dir diese Woche einmal bewusst Zeit, um zurückzuschauen:
Wie war ich als Kind, als Jugendlicher, als 25jährige?
Wie bin ich jetzt?
Gibt es etwas, was ich verändern möchte? An mir, an den Umständen, in denen ich lebe?
Wie könnte ein Schritt in Richtung Veränderung aussehen?
Übergang - Woche 1: vom 18.02. bis 24.02.2026
#eins nach dem andern – Impulse zur Fastenzeit 2026
Nachdenkerei
Übergänge sind selten sanft. Manchmal sind sie abrupt – wie von Karneval auf Aschermittwoch. Eben noch laut, dann plötzlich still. Und oft ist es auch im eigenen Leben so: Etwas ändert sich von jetzt auf gleich, aber innerlich kommt man nicht sofort hinterher. Die Seele braucht Zeit. Sie hoppelt nach.
Vielleicht gestalten wir Menschen deshalb Übergänge. Mit Ritualen, mit Zeichen, mit Wiederholungen. Geborenwerden, Erwachsenwerden, Heiraten, Kinder kriegen, Sterben - dafür gibt es in fast jeder Glaubensrichtung Rituale. Nicht, um alles sofort zu verstehen, sondern um begleitet zu sein. Um dem Inneren die Chance zu geben, hinterherzukommen.
Und nicht jeder Übergang ist so monumental – aber ganz so einfach sind auch die kleinen Übergänge oft auch nicht. Willkommen, Abschied, Anfang und Ende des Tages…
In dieser Fastenzeit geht es nicht darum, jeden Übergang perfekt zu meistern.
Vielleicht reicht es, ihn wahrzunehmen. Geduldig zu sein. Und Schritt für Schritt weiterzugehen.
Lied: Zwischen den Welten · Nie und Nimmer
Experiment
Von einem Raum in den nächsten gehen – das ist wohl der kleinste alltäglichste Übergang, den wir so haben.
Und vielleicht kannst Du den ja heute auch mal gestalten:
Bleib heute einmal bewusst im Türrahmen stehen. Nur für einen Moment. Spür, wo du herkommst – und wohin du gehst. Dann geh weiter. Eins nach dem anderen.