Der Frage nach der Weihe von Frauen hat Papst Leo XIV. vorerst eine Absage erteilt.
Wir, die kfd im Bistum Münster, halten das für sehr problematisch:
Eine Kirche, die Frauen und Männer nicht gleich berechtigt und gleichstellt, kann nicht glaubwürdig Zeugin des Evangeliums sein. Im Gegenteil: sie reproduziert Ungerechtigkeit und stabilisiert gesellschaftliche Strukturen, in denen Frauen unterdrückt werden, in denen ihre Fähigkeiten, Berufungen und Potenziale untergehen. Das darf kein weiter andauernder Zustand sein.
Im Rahmen der Weltsynode soll das Thema weiter bearbeitet werden. Wir erwarten, dass diese Arbeit einen echten Wendepunkt markiert, hin zu einer geschlechtergerechten Kirche.
[Ruth Fehlker, Münster den 24.09.2025]
Papst Leo XIV bekräftigt in seinem letzten Interview, dass Segnungen für LGBTQ-Menschen und
wiederverheiratet Geschiedene nicht der kirchlichen Lehre entsprechen.
Wir, die kfd im Bistum Münster, sind von dieser Aussage enttäuscht.
Eine Kirche, die offen sein möchte für alle, darf nicht solch eine Unterscheidung machen. Denn damit vertieft sie den Graben, der sowieso schon besteht.
Gerade in einer Zeit, in der LGBTQ-Feindlichkeit immer größer wird, legitimiert diese Aussage solch eine Haltung und kann queere Menschen in Gefahr bringen.
Wir als kfd „stellen uns ausdrücklich gegen Homophobie und fordern eine Kultur der Diversität in der katholischen Kirche.“ (Positionspapier der kfd: „Frauenleben sind vielfältig“, S. 7, hrsg. 2022).
[Christine Knuf, Münster den 24.09.2025]