Mitglied werden Newsletter Die Regionen Die Satzung (PDF)

Bundesweiter Frauen*streik am 9. März 2026

 

Frauen*streik auch in Münster

 

„Die Zeit ist reif für gleiche Macht, gleiches Geld und gleiche Zeit“: das forderte die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) im Bistum Münster auf dem Frauen*streik bei strahlendem Sonnenschein mit einer abwechslungsreichen Veranstaltung und großer Beteiligung auf dem Prinzipalmarkt in Münster.

In mehr als 80 Städten bundesweit protestierten
am 09.03.2026 Männer und Frauen* für echte und
gelebte Gleichstellung der Geschlechter.

Seit Jahrzehnten engagiert sich die kfd für die Aufwertung von
Care-Arbeit, für die Gleichstellung von Frauen* und gegen Gewalt an Frauen*. „Wir laufen immer wieder gegen Wände, es reicht jetzt“, so Vorstandsvorsitzende Jutta Lutterbey. „Antifeminismus ist antidemokratisch“. Maria Terbeck rief die Menge dazu auf, nicht zuzulassen, dass erkämpfte Frauen*rechte wieder rückgängig
gemacht werden, wie rechtsgerichtete Politiker es anstreben.

Ein Aspekt ihres Statements war die Sorgearbeit: „Care-Arbeit ist systemrelevant, aber systemisch entwertet“. Maria Terbeck machte auf der Bühne deutlich, wie wichtig eine Aufwertung von Care-Arbeit ist, die noch immer vor allem von Frauen* erbracht wird. „Nach wie vor zählt die Verantwortung für Geld in unserer Gesellschaft mehr als die Verantwortung für Menschen und das Zusammenleben von Menschen“. Terbeck stellte die Zusammenhänge von unterbewerteter Sorgearbeit, Gender Pay Gap und der Rentenlücke dar, die nicht selten zu Altersarmut von Frauen* führt. Sie zeigte die systemischen Mechanismen auf, machte auch patriarchale Strukturen und männerdominierte Parlamente dafür verantwortlich, dass sich so wenig verändert.

Ein besonderes Augenmerk richtete Maria Terbeck noch auf das unerträgliche Thema Gewalt gegen Frauen* und marginalisierte Gruppen, auf sexualisierte Gewalt und Femizide. Sie forderte entschlossenes Handeln dagegen und sprach sich gleichzeitig für die Selbstbestimmung der Frau* aus, deren Freiheit nicht durch männliche Macht eingeschränkt werden dürfe.

Spannende Gespräche am kfd Stand mit vielen ganz unterschiedlichen Frauen* zeigte das große Interesse und Notwendigkeit von Veränderung für Frauen*. Für die kfd ist klar: Wir müssen weiter aufstehen, solidarisch laut sein und Banden bilden für echte Gleichstellung und Menschenwürde für ALLE!

Zurück