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Haben Sie Fragen zum Equal-Pay-Day?

Dann kontaktieren Sie mich gern.

Projektkoordination Alice Reifig
Tel: 0251-495 462 oder Mail

Equal-Pay-Day 2019


 

Auch in diesem Jahr ruft der kfd Diözesanverband Münster zur Teilnahme am Equal Pay Day auf.

Das Thema in diesem Jahr lautet: „WERTSACHE Arbeit“ und stellt damit die Bewertung der Arbeitsleistung in den Mittelpunkt. Die Maßstäbe für die Bewertung von Arbeit müssen verändert werden – nur dann ist Lohngerechtigkeit möglich. Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch ca. 21% weniger Bruttostundenlohn als Männer – hochgerechnet auf ein Arbeitsleben bedeutet das einen Verlust von mehreren hundert tausend Euro brutto für uns Frauen. In diesem Jahr soll es darum gehen, die Arbeitsbewertungen in den Blick zu nehmen – denn sie bilden die Grundlage für die Entlohnung. Und hier zeigt sich auch, dass Frauen auch durch einen Tarifvertrag nicht vor einer schlechteren Bezahlung geschützt sind. Wird nämlich in diesem Tarifvertrag die typischerweise weibliche Tätigkeit nicht so hoch bewertet, wie die typischerweise männliche Tätigkeit, werden Frauen trotz eines Tarifvertrages weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Daher fordern wir eine Neubewertung der Arbeit um endlich Lohngerechtigkeit zu erzielen.

Aktionsideen

Informationen zu möglichen Aktionsformen und Hintergrundmaterialien finden Sie hier ...

Materialien für Aktionen

Material zum Equal Pay Day erhalten Sie über die kfd-Diözesangeschäftsstelle.
Neben dem kostenlosen Material (Flyer, Buttons, Aufkleber) können Sie auch rote Equal Pay Day Taschen zu einem Stückpreis von 0,5€ bei uns bestellen. Weitere Materialien zum Bestellen ...

Eigene EPD-Aktionen und Veranstaltungen in kfd-Gruppen vor Ort und in kfd-Regionen

Wenn Sie uns frühzeitig über Ihre Veranstaltungen zum Equal Pay Day informieren, werden wir diese für Sie mitbewerben!Wir freuen uns auch über alle Zeitungsberichte oder sonstigen Berichte zu Ihrer EPD-Veranstaltung.

Sie haben inhaltliche Fragen oder suchen Unterstützung? Dann wenden Sie sich an unsere Bildungsreferentin Alice Reifig.


Neues Bewertungsverfahren: Wie kann Arbeit bewertet werden?

Sarah Lillemeier, Mitarbeiterin im Forschungsprojekt

Spannend ist die Frage, wie faire Bewertung von Arbeit denn genau aussehen kann. Dazu haben Forscherinnen der Universität Duisburg Essen und des Institutes Arbeit und Qualifikation ein Messinstrument entwickelt. Unter dem Namen Comparable Worth-Index stellen Sie vor, wie geschlechtergerechte Arbeitsplatzbewertung aussehen kann.
Dabei verglichen Sie Berufe anhand von klar definierten Kriterien wie z.B. erforderte Fachkenntnis, Zusatzqualifikationen, Anforderungen an Körperkraft aber auch Einfühlungs- und Überzeugungsvermögen und belastende psychosoziale Bedingungen. Jede dieser Anforderungen wird bewertet und gibt Punkte – je nachdem, wie sehr diese Fähigkeit in dem speziellen Berufskontext gebraucht wird.

Nach dieser Bewertung ergibt sich für einzelne Berufe eine Gesamtpunktzahl, die dann mit anderen Berufen verglichen werden kann.  Ihre Ergebnisse sind eindeutig – „die beruflichen Anforderungen und Belastungen im Rahmen weiblicher Erwerbsarbeit werden geringer entlohnt als die Anforderungen und Belastungen im Rahmen männlicher Erwerbsarbeit!“ so Sarah Lillemeier, Mitarbeiterin im Forschungsprojekt. 

Jahresthema "Wertsache Arbeit"

  • Was ist unsere Arbeit wert?
  • Nach welchen Kriterien werden Arbeitsplätze bewertet?
  • Wie wird nach dieser Bewertung entlohnt?

Die Bewertung von Arbeit ist für alle Beschäftigten interessant, auch für diejenigen, die nach einem Tarifvertrag entlohnt werden. Denn oft werden typische Belastungen in Frauenberufen weniger anerkannt als typische Belastungen in Männerberufen.

Wir fragen uns:

  • Wie kann Arbeit fair bewertet werden?
  • Wie vergleichen wir Belastungen?
  • Darum geht es im Jahresthema 2019!