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Equal Pay Day 2012 – Zahlreiche Rote Taschen und Aktionen

kfd-Frauen beim Equal-Pay-Day 2012 in Borken

kfd fordert die stärkere Berücksichtigung von psychosozialen Anforderungen bei der Bewertung von Arbeit

Anlässlich des diesjährigen Equal-Pay-Day am 23. März 2012 hatte die kfd im Bistum Münster die Initiative ergriffen und sich in Kooperation mit anderen Trägern an zahlreichen Veranstaltungen aktiv beteiligt.

Der „Gleichbezahltag“, der seit 2008 in Deutschland begangen wird, markiert das Datum, an dem Frauen im Durchschnitt so viel verdient haben wie Männer bis zum 31.12. des Vorjahres. Damit steht Deutschland an drittletzter Stelle im europäischen Vergleich. Europaweit beträgt die Lohnlücke rund 17 %.

Der Arbeitskreis Gesellschaftspolitik des kfd-Diözesanverbandes Münster hatte sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Gisela Göllner-Kesting vom Bundesverband der kfd hatte fachliche Unterstützung geleistet, um die Engagierten fit zu machen in den komplexen Fragen des Verdienstes und der Lohnfindung.

So gestärkt konnten die kfd-Verantwortlichen an einigen ausgewählten Orten Aktionen und Informationsveranstaltungen initiieren oder daran mitwirken, um Frauen und Männer für dieses Thema zu sensibilisieren. Die Kooperation mit anderen Frauenverbänden, Gleichstellungsbeauftragten und Bildungsträgern war für die meisten kfd-Frauen ein neuer Weg und eine gewinnbringende Erfahrung: Viele Frauen - und Männer - mit sehr unterschiedlichen Lebens- und Arbeitshintergründen fanden sich an diesem Tag zusammen.

In Werne ging das Dekanatsteam der kfd zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten in die Öffentlichkeit. Mit einem Infostand und vielen roten Taschen – dem Symbol des Equal-Pay-Day - kamen sie auf dem Markt über die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern mit vielen Menschen ins Gespräch.

Unter der Fragestellung „Bekommen Sie, was Sie verdienen?“ lag der Schwerpunkt in Ahaus bei den Lohn- und Gehaltsverhandlungen. Die Teilnehmerinnen wurden von der Unternehmensberaterin Ulrike Loewe ermutigt, in Bewerbungsgesprächen und Gehaltsverhandlungen selbstbewusster aufzutreten und für die eigene Arbeit auch entsprechenden Lohn einzufordern. Hier hatte ein breites Bündnis von kfd, Landfrauen, Volkshochschule, Gleichstellungsbeauftragte, Donum Vitae und Frauenunion zu einer gemeinsamen Veranstaltung aufgerufen.

„Frauen haben eher die Sache im Blick, Männer schauen mehr auf die Karriere“, so auch eine Einschätzung des Personalchefs der Spardabank in Münster bei der Podiumsdiskussion über die geschlechtsspezifischen Lohnverhandlungen. Die kfd Stadtfrauen Münster beteiligten sich an der Initiative der BPW-Frauen (Business and Professional Women) und brachten sich aktiv in die Podiumsdiskussion ein. Elfriede Rölfing von der kfd wies auf die mangelhaften Chancen für einen Wiedereinstieg in den Beruf nach einer familienbedingten beruflichen Auszeit hin und forderte bessere Arbeits- und Gehaltsbedingungen bei Teilzeitarbeit bzw. anderen Formen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Velener kfd machte mit einer kreativen Aktion aufmerksam: Sie verschenkte vor den Supermärkten selbst bedruckte rote Leinentaschen mit dem Aufdruck: „kfd – Wir stehen ein für: Gleiche Entlohnung bei gleicher Arbeit“ an die Frauen.

In Borken hatte die kfd die Initiative ergriffen und mit dem DRK-Bildungswerk, der Gleichstellungsbeauftragten und der evangelischen Frauenhilfe eine gemeinsame Veranstaltung organisiert zum Thema:
Rote Taschen zeigen – Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
kfd-Diözesanreferentin Ulla Kintrup-Limbrock informierte und diskutierte mit über 40 Frauen über die Entstehung, Absicht und Entwicklung des Equal-Pay-Day.
In der Debatte ging es dabei immer wieder auch um die Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit von Frauen insgesamt, also auch die unbezahlte Familienarbeit (Kindererziehung und Pflege) und die ehrenamtlichen Tätigkeit.
Für die Erwerbsarbeit fordert die kfd die Überprüfung der Kriterien zur Bewertung von Arbeit und tritt für eine stärkere Berücksichtigung von psychosozialen Anforderungen bei der tariflichen Bewertung und Eingruppierung der Berufe ein. Frauen arbeiten häufig in den sozialen Berufen, die in der Regel deutlich niedriger bewertet und bezahlt werden als typische Männerberufe.

Überhaupt war das Thema Lohnfindung der Schwerpunkt der diesjährigen Aktionen zum Equal-Pay-Day. Unter der Fragestellung: "Warum wird für die Leitung einer Werkstatt mehr bezahlt als für die Leitung einer Großküche?" werden die gängigen Kriterien zur Lohnfindung erforscht und hinterfragt. Dieses Anliegen soll auch im nächsten Jahr weiter verfolgt werden. Die kfd wird sich daran beteiligen und das Thema wach halten. Und darin waren sich die Teilnehmerinnen in allen Veranstaltungen einig:
Die Arbeit von Frauen muss eine höhere Wertschätzung erfahren und das muss sich auch im Verdienst und in den Rentenansprüchen niederschlagen.


Ulla Kintrup-Limbrock
Diözesanreferentin

weitere Informationen: www.kfd.de
www.equalpayday.de

 


kfd Frauen mit der Gleichstellungs-Beauftragten aus Werne Eden-Hetberg (2. von li) (Foto: Füser)
kfd Frauen mit der Gleichstellungs-Beauftragten aus Werne Eden-Hetberg (2. von li) (Foto: Füser)
Die Kreisdekanatssprecherin Budde besucht das Dekanatsteam zum Equal Pay Day in Werne (Foto: Füser)
Die Kreisdekanatssprecherin Budde besucht das Dekanatsteam zum Equal Pay Day in Werne (Foto: Füser)

Equal Pay Day 2012 in Werne

Kaum sind die neuen Grundsätze der Verbandspolitik der Frauengemeinschaft verabschiedet, beherzigen Mitglieder der kfd im Dekanat Werne eines der Ziele:
„Die kfd vernetzt sich aktiv mit anderen Organisationen … zur Umsetzung unserer Ziele“.

Daher nahmen wir als Dekanatsteam Kontakt mit der Gleichstellungs-Beauftragten der Stadt Werne auf, um uns mit einem Stand auf dem Werner Marktplatz zum „Equal-Pay-Day“ zu präsentieren. Am 23. März haben Frauen genauso viel Geld in der Tasche wie ihre männlichen Kollegen schon Ende 2011. Ein Festtag also? Keineswegs! Denn derzeit bekommen Frauen in Deutschland im Durchschnitt 23% weniger Bruttolohn in der Stunde als Männer. Damit stehen sie auf dem drittletzten Platz im europäischen Ländervergleich.

Durch unseren Stand mit den Broschüren, Flyern und natürlich den roten Taschen, als Zeichen der roten Zahlen bei Frauen, haben wir Aufmerksamkeit erregt und Interesse geweckt. Bei den Gesprächen mit Passantinnen stellten wir fest, dass sich viele Frauen dieser Benachteiligung noch gar nicht bewusst sind. Ein Mann, mit dem wir diskutierten, meinte, das sei eine richtige Forderung. Die Frauen sollten ruhig mehr verdienen, solange es bei ihm nicht weniger würde. Manche der Marktbesucherinnen sagten jedoch pessimistisch: “Das werden wir nicht ändern können.“

Die kfd-Frauen des Dekanats Werne möchten nun das Gegenteil beweisen und an einer Lösung mitarbeiten. Dazu müssen natürlich einige Strukturen geändert werden, und so greifen die Frauen die Forderung der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf, eine gesetzliche Quote von 30 Prozent Frauen in Aufsichtsräten einzuführen. Und in noch einem Punkt sind wir uns einig: Im kommenden Jahr stehen wir wieder hier!

Jutta Füser
kfd-Dekanat Werne


Elfriede Rölfiing (l.) beim Equal-Pay-Day 2012 in Münster (Foto: Elisabeth Becker)
Podiumsdiskussion beim Equal-Pay-Day 2012 in Münster (Foto: Elisabeth Becker)

Equal Pay Day 2012 in Münster

Zusammen mit anderen Frauenverbänden beteiligte sich die kfd in Münster an einer Veranstaltung zum Equal-Pay-Day, die von den Frauen des BPW (Business and professional women) in der Waschküche der Alexianer durchgeführt wurde.

Liesa Sommer, die Vorsitzende des BPW Münster eröffnete die Veranstaltung, die mit 50 Teilnehmerinnen gut besucht war. Mit einem Refererat "Lohnfindung - Erst suchen, dann finden" führte Barbara Eckhorst in das Thema geschlechtergerechte Vergütungsstrukrutren ein. "Warum wird für die Leitung einer kfz-Werkstatt mehr gezahlt als für die Leitung einer Küche?" Diese und ähnliche Fragen bestimmten den weiteren Verlauf des Tages.

Auf dem Podium diskutierte Elfriede Rölfing (kfd Stadtfrau aus Münster) mit Frau Göttling, Herrn Weiß (Personalleiter der Sparda-Bank), Frau Paßlik-Wabner (Unternehmerin) sowie einer Vertreterin einer Gewerkschaft und einer jungen Studentin.

Die Solidarität gerade mit Geringverdienerinnen und Müttern ist dringend notwendig, um Altersarmut von Frauen wirksam zu begegnen.

Eine Einschätzung des Publikums  ergab, dass es den Equal Pay Day vermutlich noch 30 Jahre geben muss, biss wirklich in allen Bereichen Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit gezahlt wird.


Hildegard Grote-Westrick (1. v. l.) und Ulla Kintrup-Limbrock (2. v. r.) beim Equal Pay Day in Borken (Foto: Grote-Westrick)
Gruppenfoto: Frauen beim Equal-Pay-Day 2012 in Borken (Foto: Grote-Westrick)

Equal Pay Day 2012 in Borken

Am Freitag, den 23. März 2012, starteten kfd-Frauen in Borken den "Tag der roten Taschen". Die roten Taschen stehen für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen, die in Deutschland immer noch im Schnitt 23% weniger Lohn als Männer für gleichwertige Arbeit erhalten.

Im DRK Zentrum trafen sich 43 Frauen, um Informationen zum Thema "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" zu bekommen. Ulla Kintrup-Limbrock vom kfd-Diözesanverband Münster informierte die Frauen.

Viele Frauen wissen nicht, das sie im Durchschnitt weniger verdienen als Männer, die am 31. Dezember 2011 schon das Geld in der Tasche hatten, was Frauen in erst bis zum 23. März 2012 erwirtschaftet haben. Der 23. März 2012 heißt deswegen "Equal Pay Day". Der genaue Termin des "Equal Pay Day" wird jedes Jahr neu errechnet.

Es gab eine rege Diskussion, in dessen Verlauf die Teilnehmerinnen meinten, man sollte das ganze Jahr hindurch das Thema "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" bedenken und nicht nur an einem einzigen Tag. Wie recht sie haben.

Eingeladen hatten zu dieser Veranstaltung das DRK, die Gleichstellunsbeauftragte, die evangelische Frauenhilfe und die kfd St. Michael, St. Josef und  St. Remigius aus Borken.

Hildegard Grote-Westrick


Equal Pay Day 2012 in Ahaus

kfd-Frauen aus Ahaus vor dem Equal-Pay-Day

Anlässlich des Equal Pay Day laden die kfd im Dekanat Ahaus gemeinsam mit dem Landfrauenverband, der Volkshochschule, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ahaus, Donum Vitae sowie der Frauenunion zu einer Infoveranstaltung ein. 

Zum Thema "Bekommen Sie, was Sie verdienen? - Strategien bei Gehaltsverhandlungen" referierte Frau Ulrike Loewe, Coach und Unternehmensberaterin aus Bocholt vor über 20 Frauen und 4 Männern am 19. März 2012 im Josef-Cardijn-Haus, Fuistingstraße 16. Die Referentin gab viele gute Tipps und fundierte Hinweise für Gehaltsverhandlungen in der Bewerbungsphase und auch in bestehenden Beschäftigungsverhältnissen.

Der Equal Pay Day, der Tag der Entgeltgleichheit, markiert den Tag, an denen Frauen für gleichwertige Arbeit im Schnitt soviel Geld verdient haben, wie Männer bereits am 31.12. des Vorjahres. Er findet dies Jahr am 23. März 2012 in vielen Städten in Deutschland statt.

Der Equal Pay Day ist eine Initiative des BPW, einer internationalen Frauenbewegung, die ihre Wurzeln in Amerika hat.

Mechthild Harpering
kfd-Dekanat Ahaus


Equal Pay Day 2012 in Velen

Ausgerüstet mit je 50 roten Taschen, bedruckt mit der Aussage

„kfd - Wir stehen ein für: Gleiche Entlohnung bei gleicher Arbeit“

machten sich über den Tag verteilt 5 Gruppen, die sich aus dem Team gebildet hatten, auf den Weg ins Dorf. Gefüllt waren diesen Taschen mit jeweils einem Flyer des Equal Pay Days und dem Flyer des Bundesverbandes „kfd – Mitten im Leben“.

Im Dorf spazierten die Teamfrauen, die zu erkennen waren an dem roten kfd–Schal, von Geschäft zu Geschäft und sprachen Frauen unterschiedlichen Alters an. Es wurden die Taschen verschenkt, mit der Bitte, diese zum Einkauf zu nutzen und damit ein Zeichen zu setzen. In einem kurzen lockeren Gespräch wurden die Hauptaussagen zum Equal Pay Day erklärt.

Die meisten Frauen - aber auch Männer! - hörten hin und waren erstaunt, dass der Unterschied in der Bezahlung, der im Prinzip bekannt ist, doch so hoch ist. Mit dem "Tag der Entgeltgleichheit", der fast am Ende des ersten Viertel des folgenden Kalenderjahres liegt, wird diese Ungerechtigkeit sehr anschaulich und deutlich. So nutzten an diesem Tag alle gerne die rote Tasche für ihren Einkauf.

Mit einer kleinen Aktion wurde auf diese Weise auf die kfd und auf eine wirtschaftspolitische, gesellschaftliche Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht. Kleiner Nebeneffekt: Deutlich wurde auch: kfd ist nicht nur ein Mütterverein für ältere Frauen, sondern kfd setzt sich ganz gezielt mit frauenspezifischen Themen auseinander, die auch die jüngeren Frauen betreffen.

Die einhellige Meinung aller Teamfrauen: Das war eine Aktion ohne großen Aufwand mit viel Werbeeffektivität. Die wiederholen wir im nächsten Jahr!

Barbara Richter-Hoffschlag
Sprecherin
kfd-Kreisdekanat Borken