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kfd zeigt sich beim Diözesantag bunt und politisch

Mit Leidenschaft diskutieren und feiern 4.000 Frauen beim Diözesantag der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland.

Münster, 03.07.2011.- „Singt mit, macht mit – Frauen gestalten Zukunft!“ Das ließen sich 4.000 Frauen nicht lange sagen: Begeistert folgten sie zum Auftakt des kfd-
Diözesantages den „Mut-mach-Liedern“ der Kölner Musikerin Bea Nyga. „Unser Motto heute - HERRlich WEIBlich“, so Gabriele Koetz, Sprecherin des kfd-Diözesanleitungsteams in ihrer Begrüßung, “das soll die schönen Seiten des Frauseins betonen, unsere Stärken und Ressourcen, unsere Charismen. HERRlich WEIBlich heißt auch, dass wir aus Frauenperspektive heraus, zusammen mit anderen, Verantwortung übernehmen wollen für die Gegenwart und Zukunft in Kirche und Gesellschaft.“ Dass kfd-Frauen es ernst meinen, zeigte sich in zahlreichen Workshops und Foren: kfd-Frauen scheuen sich nicht, klar und deutlich Position zu beziehen, ob zum Atomausstieg, zur frauengerechten Alterssicherung, zu mehr Beteiligung von Frauen an gesellschaftlichen und kirchlichen Führungspositionen oder bei ihrer Forderung nach dem Diakonat der Frauen.

„Heute gibt es keine Denkverbote und Maulkörbe. Dieser Tag ist etwas zum Aufatmen“, ermutigte Präses Gerhard Theben zu offenem Meinungsaustausch.
Selbstbewusst und engagiert diskutieren hunderte kfd-Frauen im Forum „Die Chance der Erneuerung ist jetzt!“ und wünschen einen Dialog auf Augenhöhe mit den Kirchenvertretern. Die Krise der Kirche, ausgelöst durch die Missbrauchsfälle und die oft viele Jahre anhaltende Vertuschung dieser Skandale haben Wut, Empörung und große Verunsicherung ausgelöst. Aber eine Krise beinhalte auch Chancen zur Veränderung. So verwies Anna Maria Mette, stellvertretende Vorsitzende des kfd-Bundesverbandes, auf das gerade verabschiedete Positionspapier „Frauen geben Kirche Zukunft“, mit den wichtigen Themenbereichen, wie die Zulassung von Geschieden-Wiederverheirateten zu den Sakramenten, eine lebensnahe Sexualethik sowie die nachdrückliche Fortsetzung des ökumenischen Dialogs.

In der Podiumsdiskussion zum Thema "Viel zu tun - wenig zu sagen?" bestärkte Maria Jepsen, die erste evangelische Bischöfin, die kfd in ihrer Arbeit. "Sie können manchmal noch schriller werden“, betonte sie, „und ungeduldig werden“, ergänzte Professorin Dr. Agnes Wuckelt, eine der wenigen katholischen Professorinnen in Deutschland.

Im Rahmenprogramm sorgten Lach-Yoga, Mitmach-Tänze, ein Schaukochen, eine bunte Schuhausstellung und das Kirchenkabarett für Anregung und Entspannung. Sabine Lohde und Mechthild Greßmeyer aus Marienfeld sind begeistert von der Vielfalt des Programms "Es tut gut, Verband mal über den eigenen Ort hinaus zu erleben, Frauen zu treffen, sich austauschen zu können und neue Anregungen für unsere Gruppe vor Ort zu bekommen.“ „Uns hat die Modenschau „Adam für Eva“ besonders gut gefallen“, ist sich eine Gruppe aus Rheine einig. „Das sich aus gut erhaltenen Oberhemden noch so Schönes machen lässt, und umweltschonend ist es noch dazu“, staunen Sandra Maas und Monika Holtmann aus Langenhorst.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind zentrale Themen in der kfd. Eine möglichst umweltschonende Ausrichtung des Diözesantages war nur folgerichtig: Einladungen
und Plakate, gedruckt auf Recyclingpapier, regional-saisonales Essen für 4.000
Frauen und die Anreise der Teilnehmerinnen per Bus und Bahn. Dass mehr als 85%
der Teilnehmerinnen diesem Appell folgten, zeigt deutlich, kfd-Frauen nehmen die
Bewahrung der Schöpfung ernst, auch in Zukunft soll die Erde noch ein lebenswerter
Ort sein.

Im Dankgottesdienst freute sich Bischof Felix Genn über das vielfältige Engagement
der Frauen und betonte: „Sie setzen sich ein, damit das "Geheimnis des Glaubens
vor Ort Wirklichkeit und Gestalt wird." Zum Schluss strahlende Gesichter: “Es hat alles geklappt“, so Judith Everding vom Vorbereitungsteam. „Wir hoffen, die Teilnehmerinnen haben kfd erlebt nach dem Motto: „Wir leben Spiritualität, machen Politik, schaffen Kreatives, haben Spaß und sind ein reicher Ort für Frauen.“

Marita Teunissen
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: teunissen(at)bistum-muenster(dot)de

Hintergrund:
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 600.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein.
Der kfd-Diözesanverband Münster e. V. ist mit rund 140.000 Mitgliedern der größte Diözesanverband im kfd-Bundesverband.

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