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Sonntag 21. Februar 2021

Thesenanschlag 2.0 an Deutschlands Kirchentüren

21.02.2021: Viele Gruppen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands und Maria 2.0-Unterstützerinnen hängen heute Thesen an Dom- und Kirchentüren. Mit diesem Thesenanschlag im gesamten Bundesgebiet weisen sie auf die eklatanten Missstände in der katholischen Kirche hin und untermauern die gemeinsamen Forderungen nach Reformen.

Judith Everding beim Thesenanschlag vor der St. Sebastian-Kirche in Münster-Amelsbüren, Foto privat

„Es ist wieder Zeit für eine Kirchenreform!“, konstatiert Judith Everding, Vorsitzende des kfd-Diözesanverbandes Münster e. V., als sie am Sonntag morgen die sieben Thesen an die Türe der Amelsbürener St. Sebastian Kirche hängt.
„Wir stehen an einem ähnlichen Punkt wie vor über 500 Jahren Martin Luther. Der Reformer kritisierte die große Macht der Kirchenmänner und wollte eine theologische Diskussion anregen. Auch wir als kfd und Unterstützerinnen der Bewegung Maria 2.0 stehen vor den Toren unserer Kirchen und prangern den Missbrauch in der katholischen Kirche und deren Vertuschung (wie bereits in unserer bundesweiten #MachtLichtAn-Aktion 2019). Wir möchten die Bischöfe der Vollversammlung jetzt ganz klar zu entschlossenem Handeln ermutigen! Wenn nicht noch mehr Menschen austreten sollen, brauchen wir JETZT eine Umkehr zu einer zukunftsfähigen, geschwisterlichen und vielgestaltigen Kirche.“

Andrea Voß-Frick, Initiatorin der Maria 2.0-Bewegung hängte die sieben Thesen an den St. Paulus Dom in Münster, Sitz von Bischof Felix Genn und bekräftigt: „Wir brauchen eine Re-Form im Sinne einer Rückbesinnung auf die Wurzel unseres Glaubens - dass die Kirche eine Gestalt annimmt, die die Liebe Gottes in der Welt sichtbar macht und nicht in Angst und Macht erstarrt. Nach 500 Jahren wird es doch mal wieder Zeit für Reformen, die diesen Namen auch verdienen!“

Weitere Fotos der Thesenaushänge:

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