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Donnerstag 20. März 2014

MinijobberInnen haben die gleichen Rechte

Mit 30 verschiedenen Veranstaltungen, Vorträgen und Infoveranstaltungen, mit Postkartenaktionen und Gesprächsgruppen machen die kfd-Teams auf den Equal Pay Day am 21.03.2014 aufmerksam. Der WDR berichtet im Hörfunk und in der Lokalzeit Münsterland (21.03.14: 19.30 Uhr).

Mit der provokanten Frage "... und raus bist du?" beschäftigen sich die kfd-Frauen in 25 Gemeinden und Städten im Bistum Münster. Sie veranstalteten am 21. März Menschenketten, Infostände, Filmabende, Referate und Podiumsdiskussionen zum Thema Minijobs für Frauen.

Alle Aktionen im Bistum unter www.kfd-muenster.de/projekte/equal-pay-day

Das Thema "Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen!" spricht in diesem Jahr besonders viele Menschen im Münsterland an. Wen wundert's, denn in den münsterländischen Landkreisen sind überdurchschnittlich viele MinijobberInnen beschäftigt. 62 Prozent von ihnen sind Frauen, die oft nach oder neben der Familie "etwas dazu verdienen". Diese Frauen sind keine ungelernten Arbeitskräfte, wie vielfach angenommen. 86 % von ihnen haben eine berufliche Qualifikation. Oft werden sie so schlecht bezahlt, dass ihr Verdienst unter der Niedriglohngrenze liegt. Zudem bieten die Minijobs keine eigenständige soziale Absicherung und verstärken die Abhängigkeit vom Partner.

Diese MinijobberInnen haben das gleiche Recht auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Betriebsrente und Freistellung wie alle anderen Angestellten. Frauen und Männer in Teilzeit dürfen von Rechts wegen nicht benachteiligt werden! Um die Rechtsansprüche von Minijobbern bekannt zu machen, gingen die vier katholischen Verbände aus dem Bistum Münster "Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands e. V. (kfd)", "Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB)", "Katholischer Deutscher Frauenbund" und der "Familienbund der Katholiken" jetzt eine Kooperation ein. Ihre Mitglieder planen gemeinsam Aktionen, um auf die Gefahren von Minijobs und ihre Auswirkungen auf den Rentenerwerb aufmerksam zu machen.

Die kfd setzt sich seit langem für die Lohn- und Rentengerechtigkeit zwischen Männern und Frauen ein. Denn eine 22 prozentige Entgeltlücke im Erwerbsleben setzt sich in der Rentenlücke von 60 Prozent fort. Altersarmut ist somit insbesondere für Frauen ein großes Thema.