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Dienstag 07. März 2017

14.03.17: Nachhaltige Landwirtschaft - Herausforderungen und Lösungsansätze

„Nachhaltige Landwirtschaft“ und „Karrieretipps vom Bauernhof“ - das waren die Themen eines informativen Nachmittages, zu dem die Katholische Landfrauenbewegung (KLFB) in der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) eingeladen hatte. Rund 40 Zuschauer diskutierten mit den beiden Referenten aus Politik und Presse.

Tim Farin, Margret Sundrum, Anne Halbuer, Dr. Heinrich Bottermann

Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück, legt in seinem Vortrag den Fokus auf „Nachhaltige Landwirtschaft – Herausforderungen und Lösungsansätze“. Er hebt hervor, dass Landwirtschaft nicht DAS Problem ist, sondern ein Teil der Lösung. Die Lasten unseres aus dem Gleichgewicht geratenen Ökosystems müssen auf alle Teile dieser Welt übertragen werden.
Die Agenda 2030, die 2015 von der UN verabschiedet wurde, stellt daher einen Katalog mit 17 ver-schiedenen Zielen für nachhaltige Entwicklung in den Vordergrund des Handelns. Diese berücksich-tigen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit gleichermaßen: „Soziales“, „Umwelt“ und „Wirtschaft“. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung sowie die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft stehen ebenso auf der Agenda wie Landökosysteme zu schützen, wie-derherzustellen und nachhaltige Nutzung zu fördern sowie Bodenverschlechterung und Biodiversi-tätsverluste zu stoppen. Die Nachhaltigkeit zählt zu den wichtigsten Lösungsansätzen und muss sofort angegangen werden, so Dr. Bottermann.
Der Generalsekretär erläutert, welche nachhaltigen Schritte bei der landwirtschaftlichen Produktion jetzt im Vordergrund stehen müssen: Die Reduzierung der Treibhausgase und des Wasserverbrau-ches hätten hier Priorität.
Bottermann mahnt: „Die Landwirtschaft als Basis für die Ernährungssituation ist […] auf natürliche Ressourcen angewiesen und damit auch in der besonderen Verantwortung, diese nachhaltig zu bewirtschaften.“ Hierbei müssen Modernisierung, Digitalisierung und technischer Fortschritt genutzt werden, damit unsere Landwirtschaft zukunftssichernd ist. Daher bleibe es wichtig, dass die Regie-rung Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven aufzeigt, damit die Landwirtschaft für die Bauern exis-tenzsichernd ist.

Auch in der Diskussion mit den Zuhörern zeigte sich: Die Anforderungen der Politik und der Verbraucher an die Bauern werden immer größer. Wer heute als kleiner bis mittlerer bäuerlicher Betrieb überleben will, setzt oft auf Zusatzangebote, z.B. auf Ferien auf dem Bauernhof oder Direktvermark-tung in Hofläden.
Tim Farin, freier Journalist, verlebte als Gast mit seiner Familie Ferien auf einem Bauernhof. Welche Erkenntnisse er daraus für das allgemeine Berufsleben ableitete, fasste er in seinem Vortrag zu-sammen: „Die Landwirtschaft ist eine Lebensform!“ Das Leben und Arbeiten an einem Ort ist ein Geschenk, dessen „Work-Life-Balance“ sich oft nicht mit anderen Berufen vergleichen lässt. Denn hier bedeute Arbeit „Leben“.

Die KLFB-Veranstaltung zeigte, wie wichtig Transparenz gegenüber den Verbrauchern ist. Viele Menschen verbinden mit dem Leben auf dem Bauernhof heute noch kindliche Bilderbuchvorstellun-gen. Eine sehr lebhaft geführte Diskussion unter der Leitung von Barbara Issel, Geschäftsführerin des kfd-Diözesanverbandes Münster e.V., beendete diesen Nachmittag.