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Freitag 08. Mai 2020

kfd-Diözesanverband fordert zum internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2020 die Aufwertung von Pflegeberufen

Nach den massiven Einschränkungen durch die Corona-Krise erlauben die beschlossenen Lockerungsmaßnahmen erste Schritte hin zu mehr Normalität im All-tag. Der kfd-Diözesanverband Münster e. V. plädiert dafür, dass es für die Beschäftigten in der Pflege jedoch keine Rückkehr zu einer Normalität wie vor der Krise geben darf!

Frauenberufe in der Pflege, Bild: pixabay.de

Frauenberufe in der Pflege, Bild: pixabay.de

“Obwohl wir uns ein Leben wie vor der Krise in vielen Bereichen zurückwünschen, erwarten wir, dass die Bundesregierung aus der Corona-Epidemie lernt. Die Epidemie hat gezeigt, wie bedeutsam und wertvoll Pflegefachkräfte und weitere systemrelevante Berufsgruppen für unsere Gesellschaft sind.”, so Judith Everding, Vorstandsvorsitzende der kfd im Bistum Münster.

“Doch während besonders zu Beginn der Krise für die Pflegefachkräfte applaudiert wurde, scheinen sie bereits jetzt kaum noch beachtet zu werden.” Pflegefachkräfte leiden unter der unangemessen geringen Bezahlung und den schlechten Arbeitsbedingungen. Am internationalen Tag der Pflege, am 12. Mai 2020, sollten daher nicht der Applaus für Pflegefachkräfte im Mittelpunkt der Debatte stehen, sondern eine besser Bezahlung und angemessene Arbeitsbedingungen.
Die Einsparungen der letzten Jahre in der Pflege sorgen für eine unhaltbare Situation in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Frauen, die in der Pflege arbeiten, steuern auf die Altersarmut zu.

Die kfd fordert daher eine deutliche gesellschaftliche und finanzielle Aufwertung dieser Berufsgruppen! Wann, wenn nicht jetzt?

Seit Jahren setzt sich die kfd für eine Aufwertung der Pflegeberufe ein und führt am Equal Pay Day (Gleichbezahltag) im Bistum Münster und bundesweit vielseitige Aktionen zum Thema “Gleiche Bezahlung von Frauen und Männern” durch. Gemeinsam mit anderen großen Organisationen setzt sich der katholische Verband aktuell unter dem Titel „Wann, wenn nicht jetzt!“ unter anderem für eine Aufwertung der Pflegeberufe ein. Hierin heißt es unter anderem, dass die Pandemie alle gleichstellungs- und frauenpolitischen Probleme und Schieflagen vergrößert, auf die die kfd als größter deutscher Frauenverband bereits seit Jahrzehnten hinweist. In den Pflegeberufen arbeiten zu über 80 % Frauen. Wann, wenn nicht jetzt werden unsere frauen- und gleichstellungspolitischen Forderungen insbesondere für die Pflegeberufe anerkannt und umgesetzt?

Die kfd erwartet von Politik, Arbeitgeber*innen und allen Verantwortungsträger*innen ein ebenso mutiges, sachbezogenes und schnelles Handeln wie jetzt in der Zeit von Corona.