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Montag 21. November 2016

60 Jahre kfd-Friedensgebet!

Katholische Frauengemeinschaft stellt Friedensskulptur an der Überwasserkirche auf – ein Geschenk für blinde und sehende Bürger und Besucher unserer Stadt. Weihbischof Stefan Zekorn hält Gottesdienst im St. Paulus Dom und erinnert an die Bitte um Frieden.

Im Jubiläumsjahr 2016 feiert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) nicht nur das 100- jährige Bestehen des Verbandes im Bistum Münster, sondern auch den 60. Jahrestag des kfd-Friedensgebetes.

Die Frauengemeinschaft stiftete aus diesem Anlass eine Skulptur zum „Fühlen, Sehen und Begreifen“ des münsterischen Stadtbildes von 1945. Die Skulptur des Künstlers Egbert Broerken wurde an der Überwasserkirche eingeweiht und erinnert eindrucksvoll an die zerstörte Innenstadt in der Nachkriegszeit und an die Leistungen der damaligen „Trümmerfrauen“.

Bei der feierlichen Einweihung am Sonntag, 20. November 2016, begrüßt die kfd-Diözesanvorsitzende Judith Everding die BesucherInnen und bedankt sich für den Zuspruch und die Hilfe durch die Jubiläumsgruppe, Weihbischof Zekorn, Oberbürgermeister Lewe, den Kirchenvorstand der Gemeinde Liebfrauen-Überwasser und St. Michael und dem Stadtdechanten – sowie die finanzielle Unterstützung durch die Sponsoren. Die größte Summe kam von der Sparkasse Münsterland-Ost.

Die Zeitzeugin Annemarie Sämmer berichtet von den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg, ihren Erlebnissen in den Bunkern und dem zerstörten Münster: „Man konnte vom Bahnhof bis zum Schloss gucken - genau wie Anna-Katharina Emmerick es vorausgesagt hatte. Nach dem Krieg war nur die Schule in Handorf einsatzfähig, dahin musste ich täglich zu Fuß gehen. Daher sollte in der Innenstadt eine Baracke aufgebaut werden. Dafür wurden Steine benötigt, die sie dann von unserer alten Schule am Bispinghof holten“, so die damals jugendliche Zeitzeugin.

Weihbischof Stefan Zekorn hebt im anschließenden Gottesdienst im St. Paulus Dom die Bedeutung des kfd-Friedensgebetes hervor: „Der Glaube und das Gebet helfen, Ängste zu überwinden und auch in schwierigen Situationen wie im Krieg zu überleben. Beides beruhigt und schenkt uns Hoffnung und Liebe, die so dringend notwendig sind. Wenn wir unsere Hoffnung in Gott setzen, können wir mutige Wege gehen und Frieden finden. Das Friedensgebet, welches tausende kfd-Frauen seit nunmehr 60 Jahren beten, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Frieden." Weihbischof Zekorn ruft dazu auf, das Friedensgebet weiterzutragen und durch unser Gebet und unser Tun zu ‚Friedensboten‘ zu werden.

Ausblick auf den Katholikentag 2018
Mit ihrem Friedensgebet ist die kfd am Puls der Zeit, denn "gemäß dem Motto Suche Frieden wird sich die kfd mit weiteren Aktionen und Aktivitäten auf den Katholikentag 2018 vorbereiten, damit von Münster aus ein kraftvoller Ruf nach Frieden in die Welt hinausgeht", so Judith Everding.


Geschichte
Die kfd-Friedenskerze, die in einer Kapelle des St. Paulus-Doms steht, symbolisiert seit 1956 die „brennende Bitte um Frieden“ in den Herzen und in der Welt. kfd-Frauen solidarisieren sich mit Frauen und Müttern in Kriegsgebieten, deren Ehepartner und Kinder Opfer der Kriege werden. Das kfd-Friedensgebet wandert von Woche zu Woche durch die 32 Dekanate im Bistum Münster. Die Bitte um den Frieden ist bis heute aktuell, weil immer wieder neue Kriege in der Welt entfacht werden.

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