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Freitag 04. März 2016

Erklärung „Flüchtlinge aufnehmen – Flüchtlingspolitik menschenwürdig gestalten“

„Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ – dieses Wort Jesu ist nach wie vor aktuell. Als Christinnen sind wir aufgefordert, praktische Nächstenliebe zu üben und Migrantinnen und Migranten bei ihrer Integration in die deutsche Gesellschaft zu unterstützen und für ihre Rechte einzutreten.

Wir appellieren aber auch an die politisch Verantwortlichen in Europa, in der Bundesregierung und in den Ländern und den Kommunen sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass

- auf europäischer Ebene eine Neuordnung der Asylpolitik stattfindet, mit dem Ziel Todesfälle an den europäischen Außengrenzen zu verhindern. Für Flüchtende und Asylsuchende muss es sichere, legale Zugangswege nach Europa geben, die humanitäre Gesichtspunkte mit einem fairen Ausgleich der Lasten innerhalb der europäischen Grenzen verbinden.

- bei der Unterbringung und Betreuung von Asylbewerberinnen und Flüchtlingen in Deutschland auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen Rücksicht genommen wird. Frauen sind auf dem Fluchtweg besonders gefährdet und häufig traumatisiert. Insbesondere bei der Erstunterbringung muss ihren Bedürfnissen und denen von Familien mit minderjährigen Kindern, Schwangeren und alleinstehenden Frauen Rechnung getragen werden. Das gilt auch für den Zugang zu medizinischer und psychosozialer Versorgung.

- unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gemäß der UN Kinderrechtskonvention besonderer Schutz zuteilwird. Sie brauchen eine gute Unterbringung, verlässliche Betreuung und Zugang zu schulischer Bildung.

- Familienzusammenführung als ein zentrales humanitäres Anliegen gesehen wird. Dem Prinzip des Schutzes von Ehe und Familie ist im Zusammenhang mit der Gewährung von Asyl und Zuwanderung in vollem Umfang Rechnung zu tragen. Das muss auch für Flüchtlinge mit subsidiärem Aufenthaltsschutz, die aus humanitären Gründen nicht in ihr Herkunftsland zurück können, gelten.

Darüber hinaus appellieren wir für alle, die von außerhalb der EU zur Aufnahme von Arbeit nach Deutschland kommen möchten, endlich transparente und nachvollziehbare Kriterien und unkomplizierte Wege geschaffen werden. Dies hilft nicht nur den MigrantInnen, sondern auch potenziellen ArbeitgeberInnen. Gerade für Frauen sind hier Regeln zu schaffen, die auch z. B. eine mehrfache kurzfristige Ein- und Ausreise ermöglichen (Pendelmigration).

Einstimmiger Beschluss der kfd-Bundesversammlung, 5. Juni 2015