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Donnerstag 22. Mai 2014

DomFrauen machen St.-Paulus-Dom zum Raum von Frauenverkündigung

„Wo ist Eva?“ – unter diesem Motto werden von Mai bis November an jeweils einem Samstag im Monat 25 Frauen die Orte im St.-Paulus-Dom vorstellen, die sie besonders berühren. Das von der Frauenseelsorge im Bistum Münster angestoßene Projekt findet zum 750-jährigen Jubiläum des Münsteraner Doms statt, das vom 26. bis 28. September in Münster gefeiert wird.

Am 14. Mai stellten die Verantwortlichen das Projekt dieses im Kachelzimmer im Domkreuzgang vor. Dabei betonte Dompropst Kurt Schulte, dass mit dem Projekt Frauenpräsenz sichtbar gemacht werde. Zentrales Anliegen sei es, "die Stimme der Frauen an einen prominenten Ort, nämlich in den Dom zu bringen." Glaubenszeugnisse von allen Christen, von Frauen und Männern "müssen gehört, beachtet, wertgeschätzt und als Ausdruck des 'gemeinsamen Glaubenssinns' ernst genommen werden", sagte der Dompropst.

Diesen Gedanken griff die Referentin in der Frauenseelsorge im Bistum Münster, Marietheres Stockhofe-Fernandes, auf und betonte, dass die DomFrauen die vielen Frauen im Dom sichtbar machen wollten. Die DomFrauen würden den Besucherinnen und Besucher des Doms erzählen, was der von ihnen jeweils ausgewählte Ort für ihr Leben, ihren Glauben und ihre Spiritualität bedeute. "So wird der Dom zum Raum von Frauenverkündigung", sagte Stockhofe- Fernandes. Dabei seien die DomFrauen sehr vielfältig: "Es sind Frauen zwischen 25 und 80 Jahren mit einer ganz unterschiedlichen Ausbildung, Profession, Lebenssituation und Kirchennähe." Das Projekt lebe von Frauen, die bereit seien "sich persönlich zu zeigen, mit dem was sie glauben und leben." Auch lebe es von der Lust und Begeisterung der Frauen. "Noch gibt es erstaunlich viele dieser Frauen in unseren Kirchen. Wir müssen ihnen nur im wahrsten Sinne des Wortes 'Raum geben'", sagte die Referentin in der Frauenseelsorge im Bistum.

Zwei dieser Frauen stellten bei der Pressekonferenz ihren jeweiligen "Frauenort" im Dom vor. Heike Hänscheid ist gerne DomFrau geworden, weil "aus der Bereitschaft, dieses schöne Projekt mit dem Kopf organisatorisch anzuschieben, plötzlich der Anschub wurde, zu seiner Vielgestaltigkeit auch mit dem Herzen beizutragen." Ihr "Frauenort" im Dom ist der Radleuchter. Er ist für sie "ein sehr weiblicher Ort". Den Kreis sieht sie als Zeichen der Vollkommenheit an; er erinnert sie auch an den Ehering: "Das Treueversprechen 'bis dass der Tod uns scheidet' wird kaum besser als durch einen solchen Reif ohne Anfang und Ende dargestellt. Auch das macht den Leuchter für mich als Witwe vielleicht anziehend", sagte sie. Auch Astrid Markmann gehört zu den DomFrauen. Sie ist bei dem Projekt dabei, "weil mich die Idee des Projektes, Frauenorte im Dom sichtbar zumachen, sehr angesprochen hat. Zudem fand ich es sehr reizvoll mir 'meinen' Ort im Dom zu suchen um dort als 'DomFrau' ein Teil des Projektes zu sein und meine eigene Geschichte zu erzählen." Für die gelernte Uhrmacherin war es schnell klar, dass ihr "Frauenort" im Dom die Astronomische Uhr sein würde:. "Die vielen kleinen Details stellen im übertragendem Sinn eine Predigt über den Menschen und die von Gott gelenkte Zeit dar", sagte sie. Viele Gedanken und Gefühle verbinde sie mit dem "Bild" der Uhr bzw. der Zeit: so lasse der beruhigende Takt einer Uhr sie oft zur Ruhe kommen und der Psalm "Meine Zeit steht in Deinen Händen", der Grundlage für ein beliebtes Kirchenlied sei, begleite sie in stressigen Situation und gebe ihr die Gewissheit "dass es von Gott gelenkte Zeit ist."

Die DomFrauen zeigen ihre Frauenorte von Mai bis September immer am dritten Samstag im Monat (17. Mai, 21. Juni, 19. Juli, 16. August, 20. September und 15. November) jeweils von 15 bis 17 Uhr sowie am 25. Oktober von 14 bis 16 Uhr. Erkennbar sind die DomFrauen an blauen Schals.
Wer mit einer größeren Gruppe kommen möchten, sollte sich vorab anmelden im Referat Frauenseelsorge, E-Mail: frauen(at)bistum-muenster(dot)de

Flyer der DomFrauen
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