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Montag 16. November 2015

Biopatente haben Auswirkungen auf unsere Ernährung

Coesfeld, 10.11.2015: Zum Thema "Wem gehört die Schöpfung? - Patente auf Pflanzen und Tiere“ referierte Verena Kämmling vor über 30 interessierten ZuhörerInnen im Rahmen der Delegiertenversammlung der Katholischen Landfrauenbewegung im Bistum Münster (KLFB).

Die Referentin für Pflanzenbau im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband  erläuterte die Verfahren der modernen Pflanzenzüchtung und erklärte die rechtlichen Tücken des Biopatentrecht: Es ist per Gesetz zwar verboten, Verfahren zur konventionellen Züchtung zu patentieren. Trotzdem werden vom Europäischen Patentamt (EPA) auf Pflanzen und Tiere, die aus einer solchen Züchtung hervorgehen, Patente erteilt, wie der Präzedenzfall eines Patentes auf Brokoli zeigt.

Um solche Patente zu erhalten, reichen oft schon triviale technische Schritte wie Messmethoden, die einfache Beschreibung von Inhaltsstoffen oder die Kreuzung traditioneller Sorten mit Hochleistungssorten. Die Patente, die vom EPA erteilt werden, umfassen oft die gesamte Kette der Nahrungsmittelerzeugung - von der Züchtung und dem Anbau über die Ernte bis hin zur Weiterverarbeitung von Lebensmitteln.

Dieser "Missbrauch des Patentrechts" hat zur Folge, dass einige Konzerne die Kontrolle über unsere Nahrungsmittel übernehmen können. Die Monopolbildung verhindert eine vielfältige Züchtung durch mittelständische landwirtschaftliche Unternehmen. Andere Züchter können - anders als bei Sortenschutz - mit den patentierten Pflanzen nicht weiterzüchten. Der Zugang zur biologischen Vielfalt, der für Züchtung notwendig ist, kann von den großen Konzernen systematisch blockiert werden.

KLFB gründet Arbeitsgruppe

Im Anschluss an den Vortrag von Verena Kämmling erfolgte eine angeregte Diskussion im Plenum.
Vertreterinnen der Katholischen Landfrauenbewegung möchten nun eine Arbeitsgruppe mit kirchlichen und landwirtschaftlichen Verbänden gründen, um gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren zu protestieren.