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Freitag 31. Mai 2013

28.05.2013 - kfd-Diözesanverband Münster fordert Diakoninnenweihe für Frauen

Münster. Am Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena am 29. April wurde im Bistum Münster an vielen Orten wie in den vergangenen Jahren der Tag der Diakonin begangen. Auch von kfd-Gruppen. Frauen und Männer haben sich versammelt, um ihrem Anliegen, auch Frauen zum Diakonat in der katholischen Kirche zuzulassen, Nachdruck zu verleihen. Die Katholische Frauenggemeinschaft Deutschlands e. V. (kfd) hat sich bereits nachdrücklich für die Einführung eines Diakonates der Frau ausgesprochen, zuletzt im August 2011 im Positionspapier "Frauen geben Kirche Zukunft".

In den vergangenen Monaten haben sich auch Kirchenvertreter wie Kardinal Kasper und Bischof Zollitsch dazu geäußert. „Sie haben von der Möglichkeit eines Amtes der ‚Gemeindediakonin’ und über ein‚ spezifisches Diakonenamt für Frauen’ gesprochen, zu dem geeignete Frauen durch eine Segnung beauftragt werden könnten,“ sagt Ute Albrecht, Geistliche Leiterin des kfd-Diözesanverbandes Münster.

Anette Köper vom Vorstand ergänzt: „Aus unserer Sicht gibt es keine Alternative zum sakramentalen Diakonat der Frau.“ Denn die Diakonie, die tätige Zuwendung zu Schwachen, Benachteiligten und Hilfebedürftigen, sei neben Verkündigung, Liturgie und Gemeinschaft eine der vier Grundfunktionen von Kirche. Ein Großteil des diakonischen Handelns der Kirche leisteten Frauen. Sie engagierten sich an vielen Orten und in vielen Handlungsfeldern für Menschen und stünden ihnen zur Seite. „Ein Diakonat der Frau würde dieses Handeln endlich anerkennen und bestärken. Vor allem würde die besondere Bedeutung betont, die das Wirken der Frauen für das Wesen der Kirche hat,“ so Anette Köper. Sie ist überzeugt: „Ein Diakonat der Frau würde auch zur Glaubwürdigkeit der Kirche beitragen.“

Das Diakonat ist ein Weiheamt und damit in die sakramentale Struktur der Kirche eingebunden. Dadurch wird deutlich, dass die Kirche dem diakonalen Wirken wesentliche Bedeutung für ihr Kirche-Sein zuspricht. Gerhard Theben, Diözesanpräses, erklärt: „Das Diakonat von Frauen sei als Amt in der frühesten Kirche biblisch bezeugt. Es entwickelte sich eine - wenn auch kurze - Tradition.“

Download der aktuellen Stellungnahme (PDF-Datei)