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Veranstaltungsberichte

 


Der große Feldversuch – Geht konventionelle Landwirtschaft auch ökologisch?

Blühstreifen am Wegesrand - Wer kennt sie nicht? Wer erfreut sich nicht an ihnen?

Doch dass diese blühenden Quadratmeter enorm wichtig für die Natur, Tiere und Menschen sind, wurde in der Info-Veranstaltung “Der große Feldversuch – Geht konventionelle Landwirtschaft auch ökologisch?“ sehr deutlich.

Mehr als 30 interessierte Frauen und Männer begrüßte Anne Halbuer, Leiterin der Kommission für Agrarfragen im kfd-Diözesanverband, auf dem „Alten Hof Schoppmann“ in Darup zu diesem Thema. Referenten waren Hendrik Specht von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und Kristian Lije von der Nabu-Station Hiltrup-Münster.

Zum Auftakt dieser sehr informativen Veranstaltung stellte Thomas Zimmermann, Leiter der Einrichtung, den „Alten Hof“ vor. Das Dorfentwicklungsprojekt „Alter Hof Schoppmann“ wurde  von drei Gesellschaftern, dem Interkulturellen Begegnungsprojekte e.V., dem Naturschutzzentrum des Kreises Coesfeld e.V. und der Bürger-Genossenschaft Darup eingerichtet. Die Tenne des ehemaligen Bauernhofs ist zum Veranstaltungsort, dem Dorfgemeinschaftsraum, umgebaut worden. In einem anderen Hofgebäude hat das Naturschutzzentrum seinen Sitz bezogen.

Das Pilotprojekt „F.R.A.N-Z“ von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband  war vielen Anwesenden unbekannt und wurde von Hendrik Specht sehr anschaulich vorgestellt. Naturschützer und Landwirte erproben zurzeit gemeinsam die Praxistauglichkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit auf zehn unterschiedlichen landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Deutschland. Mit dabei sind sowohl Ackerbau- als auch Grünlandbetriebe. Die Verteilung innerhalb Deutschlands und die unterschiedliche Betriebsausrichtung spiegeln die regionalen Besonderheiten und die verschiedenen Herausforderungen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz wider. Ziel des Projektes ist es, Maßnahmen zu entwickeln und zu erproben, welche die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhalten und erhöhen.
Um möglichst viele Landwirte für diese Maßnahme zu gewinnen, braucht man geeignete ordnungs- und förderrechtliche Rahmenbedingungen. Hierzu gibt das Projekt Impulse in die Agrar- und Umweltpolitik. Im Jahr 2019 wurde das Projekt mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Kristian Lilje von der Nabu-Station Münster-Hiltrup, stellte ergänzend das Projekt „Symathieträger Kiebitz“ vor. Der Kiebitzbestand in Deutschland ist seit 1992 um 88 Prozent zurückgegangen.
Das Projekt wurde mit Landwirten gemeinsam erprobt um Kiebitze besser schützen zu können. Sehr erfolgreich erwiesen sich sogenannte „Kiebitzinseln“. Diese kurzzeitigen Brachen innerhalb von Äckern ermöglichen es den Kibitzen und vielen weiteren bedrohten Vogelarten erfolgreich zu brüten.

Das die Landwirte durchaus bereit sind ihren Anteil zum Erhalt und Förderung der Artenvielfalt zu leisten, zeigten die Landwirte Andre Kückmann und Thomas Westerhoff aus Havixbeck an der Aktion „Blütenpracht am Wegesrand“. Diese Blütenpracht bereichert nicht nur das Landschaftsbild, sondern bietet den Feldhasen, Fasanen, Kiebitzen und Rebhühnern einen wichtigen Zufluchts- und Aufzuchtsort. Gleichzeitig ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Der Landwirt muss hierfür jedoch auf einen Teil seiner Ernte verzichten.

Abschließend leitete Ulla Lammerding, Kommission für Agrarfragen, eine sehr aufschlussreiche und rege Diskussion. Über eines waren sich alle einig: Diese Info-Gespräche sind sehr wichtig und müssen weiterhin angeboten werden, damit alle Institutionen, Landwirte und Verbraucher wissen welche Projekte geplant sind, was bereits gemacht, was noch möglich ist und was jeder Einzelne leisten kann, damit alle für den Naturerhalt an einem Strang ziehen.

Coesfeld, den 6. Nov. 2019
Brigitte Steinberg (Öffentlichkeitsarbeit, Kommission für Agrarfragen im kfd-Diözesanverband Münster e.V.)


Fairer Lohn für faire Arbeit

Anne Halbuer, Peter Kossen, Beatrix Bottermann, Karl Schiewerling

Bericht zur Informations- und Diskussionsveranstaltung "Fairer Lohn für faire Arbeit" am 27.02.2018 in Coesfeld

„Fairer Lohn für faire Arbeit“ - spannender und brisanter  konnte eine Informations- und Diskussionsveranstaltung der Katholischen Landfrauenbewegung (KLFB) – Kommission für Agrarfragen in der Katholischen Frauengemeinschaft nicht sein. Anne Halbuer (Sprecherin der KLFB) begrüßte zu diesem Thema Karl Schiewerling, MdB bis 2017 und Prälat Peter Kossen (Lengerich) in der Kolpingbildungsstätte in Coesfeld. Die Gesprächsleitung hatte Beatrix Bottermann aus dem Diözesanleitungsteam der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd).

Mitten unter uns werden Menschen ausgebeutet, verschlissen, benutzt und verbraucht.  Papst Franziskus spricht von einer Gesellschaft der „Weggeworfenen“ und Peter Kossen formuliert es so: Die Ausbeutung von Menschen, die moderne Sklaverei, funktioniert bis heute da, wo Menschen als Nummer geführt werden, wo sie kein Gesicht, keinen Namen und keine Geschichte haben. Ein kleiner Junge wünschte sich zu Weihnachten einen Trecker und einen Polen dazu. Wo er das wohl gehört hat? Von Max Fritsch stammt das Wort: „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“.  Weiterlesen ...


Wunderschönes Münsterland im August 2014

  • Fahrradtour der KLFB Münster

Die zwei Fahrradtouren der KLFB führten durch den südlichsten Teil des Münsterlandes und dem Ruhrgebiet. Bei herrlichem Fahrradfahrwetter nahmen 51 Frauen aus dem ganzen Diözesanverband daran teil. Ein Zwischenstopp gab es in der Stadt Werne, wo uns eine Stadtführerin durch die Christophoruskirche und die historische Altstadt mit seinen  Sehenswürdigkeiten führte.

Dann ging die Tour weiter am Solebad entlang durch Wald und Flur zur Lippe mit der alten Westfaliabrücke in Lünen-Wethmar. Die Sole wurde 1874 bei Probebohrungen für den Bergbau gefunden und schon damals baute man ein Thermalbad. So manche Radlerin war erstaunt, wie hügelig die Parklandschaft doch ist. Die Lippe ist der Grenzfluss zwischen dem Münsterland und dem Ruhrgebiet. So kamen wir vorbei am Kohlekraftwerk von Steag und  RWE Power zur  Ökologie Station in Bergkamen -Heil. Dort erhielten wir einen Einblick in die Arbeit und in die Aufgaben dieser Station. Anschließend radelten wir weiter am 100-jährigen Dattel-Hamm Kanal entlang, vorbei an der Marina in Rünthe, wo heute tolle Yachten stehen und in alter Zeit der Kohlehafen der Zeche Werne war, bis wir wieder am Ausgangspunkt Werne-Stockum ankamen. Dort ging ein wunderschöner Tag mit vielen guten Gesprächen untereinander in der St. Sophia Kirche mit dem Lied: "Lobt froh den Herrn" zu Ende. (Franziska Splitthöver)

 

 

 


Fracking-Vortrag bei der Delegiertenversammlung der KLFB

Maria Kleingräber referiert über Fracking

Anläßlich der KLFB-Delegiertenversammlung am 11.11.2013 in der Kolpingbildungsstätte referiert Maria Kleingräber, die Leiterin der Fachstelle Umwelt im Bistum Münster, über das Thema "Fracking: Risikotechnologie oder Teil eines zukunftsfähigen Energiekonzeptes".

Sie berichtet ausführlich über die Umweltrisiken, die beim Abbau des in tiefen Gesteinsschichten eingeschlossenen Gases auftreten können:

  • Die benötigte Frack-Flüssigkeit ist mit bis zu 600 Chemikalien versetzt, die ins Erdreich dringen können.
  • Das hochgespülte sog. "Flow-Back" Flüssigkeit, die oberirdisch gelagert wird, kann zudem radioaktives Uran, Thorium und Radium enthalten.
  • Durch unberechenbare Austritte können Gase in unser Grundwasser dringen oder Explosionen bis hin zu Erdbeben verursachen.
  • Es besteht Gefahr für unsere Gesundheit durch das Einatmen von Gasen und den direkten Kontakt mit Fracking-Flüssigkeiten oder verseuchtem Boden.

Maria Kleingräber weist auf die katastrophalen Naturschäden durch Fracking in Colorado (USA) hin und bezieht eindeutig Position GEGEN diese Form von Energieabbau: "Wir versündigen uns an der Zukunft, wenn wir Fracking zulassen und die Energiewende nicht forcieren!" 
Viele Landfrauen steigen in eine lebhafte Diskussion ein und stimmen zu, dass die Novellierung des Bergbaugesetzes und die Reinerhaltung der Trinkwasserwasserqualität oberste Gebote sind. Auch der Deutsche Bauernverband und die Bundesumweltstiftung lehnen Fracking entschieden ab. 


25.09.2013 - Die KLFB im botanischen Garten in Münster

Im Rahmen der Mahl.Zeit-Tischgespräche nahmen Besuchern aus Münster und internationale Gäste am bunten Tisch der Landfrauen Platz und führten anregende Gespräche über das Thema Ernährung und seine gesundheitlichen Aspekte, aber auch über Klima schonenden Konsum und nachhaltige Landwirtschaft.

Das Klimaschutzpaket der kfd mit den 10 goldenen Regeln für den Einkauf fand große Zustimmung. Die Verschwendung von Lebensmittel muss eingedämmt werden - da waren sich alle einig. Auch der Fleischkonsum soll ein gesundes Mass haben. Wir Christen haben den "VeggieDay" schließlich schon seit 2000 Jahren und zusätzlich noch eine Fastenzeit.


04.06.2013: Historische Stadtführung in Gronau

Lesen Sie den ausführlichen Artikel bei wn.de

Organisiert von der KLFB spazieren am rund 20 Interessierte aus Gronau, Ottenstein, Legden und Holtwick durch die Stadt und verfolgen gespannt die Geschichten und Anekdoten aus der Vergangenheit. Begleitet von Gisela Veer in der Rolle der 'Frau Bögehold' aus dem Jahr 1795 erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des historischen Stadtrundgangs Gronau in der Zeit der französischen Revolution.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht...

24.04.2013 - Autorenlesung mit Erich Purk

Kapuzinerpater Erich Purk aus Münster im Gespräch mit Maria Artmeyer aus Riesenbeck, der Organisatorin des Abends. <br />Foto: Francis Kroll

"Ich setze darauf, dass meine Wünsche ein Ziel und meine Träume eine Heimkehr finden". Aus langjähriger Erfahrung als Leiter von Exerzitien und Fastenkursen sowie als Mitarbeiter in Rundfunk und Fernsehen, aber auch als Initiator der City Seelsorge in Frankfurt/Main schreibt Kapuzinerpater Erich Purk inzwischen an seinem 13. Buch mit dem Schwerpunktthema "Barmherzigkeit".

Am Mittwochabend war der charismatische Autor zu Gast in Riesenbeck. Maria Artmeyer, Sprecherin vor Ort der Katholischen Landfrauenbewegung im Diözesanverband Münster, war es gelungen, den 73-jährigen Pater aus Münster zum Literaturabend im Alten Gasthaus am Kirchplatz zu gewinnen. Er ermutigte die fast vierzig Frauen aus Riesenbeck und dem Bistum dazu, sich auf das Abenteuer Vertrauen einzulassen. Er lenkte den Blick auf biblische und weltliche, auf existenzielle und theologische Seiten einer vertrauensvollen Lebenshaltung. "Vertrauen ist ein Grundbaustein menschlichen Lebens und Glaubens", so der Autor.

Erich Purk ließ zunächst die Frauen ihre Einstellung zum Thema Vertrauen darlegen, bevor er Meditationshilfen aus seinem Buch den Frauen an die Hand gab, um anschließend zu diskutieren. Ob Vertrauen in der Familie, im Freundes- und Kollegenkreis, ob Misstrauen die friedliche Welt erschüttert, es gab immer wieder Beispiele aus den Reihen der Zuhörerinnen, aber auch aus der täglichen Arbeit von Pater Purk. Selbst der Vertrauensbruch von Hoeneß oder der Missbrauch in der Kirche kamen zur Sprache.

"Vertrauen ist der Baustein des Lebens", war das Thema überschrieben und so gab der Pater auch Forschungsergebnisse bekannt. "Wenn Vertrauen einmal gebrochen ist, lässt sich das schlecht wieder kitten. Unsere Gesellschaft ist misstrauisch geworden", habe die Vertrauensforschung festgestellt. Doch dann fügte der Autor die theologische Seite an, denn zum Vertrauensbruch gehöre auch die Versöhnung, Gott zeigt sich in der Bibel immer wieder als der barmherzige Gott, dem der Mensch vertrauen darf. Gott hat immer wieder durch alle Jahrhunderte hindurch seinen Bund mit den Menschen geschlossen, die sich von ihm abgewandt hatten. Immer wieder wurden die Anwesenden eingebunden, sich eigene Gedanken zu diesem Thema zu machen.

Abschließend hatten sie Gelegenheit, eines seiner Bücher zu erwerben. Anne Halbuer, Sprecherin der Diözesan-KLFB, dankte dem Pater sowie Maria Artmeyer mit einem kleinen Präsent für den gelungenen Abend.

Autorin: Francis Kroll


14.03.2013: In Saerbeck fängt die Zukunft an...

Teilnehmerinnen der Diözesantagung der KFLB in Saerbeck

"Mit Saerbeck haben wir genau den richtigen Versammlungsort gewählt", davon waren die 30 Teilnehmerinnen an der Diözesanversammlung der kathofischen Landfrauenbewegung im Bistum Münster am späten Montagnachmittag überzeugt. Hinter ihnen lag ein informativer und auch erlebnisreicher Tag, der am Vormittag in der Gläsernen Heizzentrale begonnen hatte.

Lesen Sie mehr hierzu im Artikel in den Westfälischen Nachrichten.


29.01.2013 - Landhausgespräch über Edith Stein

Landhausgespräch im Dekanat Coesfeld über die Frauenrechtlerin und Ordensschwester Edith Stein (Foto: Brigitte Steinberg)

Kreis Coesfeld: Im vollbesetzten Torhaus in Rosendahl-Holtwick begrüßte Margret Sundrum vom Diözesanleitungsteam der Katholischen Landfrauenbewegung in der kfd, Sr. Paula Wessel, Frauenseelsorgerin der kfd, zu einem der regelmäßig durchgeführten „Landhausgespräche“. Hier werden regelmäßig aktuelle Themen über „Gott und die Welt“ besprochen. In einer gemütlichen Runde mit Kaffee und Kuchen näherten sich dieses Mal rund 30 Frauen aus dem Kreis Coesfeld dem Leben und Wirken einer außergewöhnlichen Frau: Edith Stein.

Wer war diese Frau, die am 12. Oktober 1891, den Tag des großen jüdischen Versöhnungsfestes, in Breslau als elftes Kind in einer jüdischen Familie geboren wurde? Sehr eindrucksvoll schilderte Sr. Paula Wessel den gebannt zuhörenden Frauen verschiedene Lebenssituationen einer der bedeutendsten Frauen des 20. Jahrhundert.

Edith Stein, Ordensname Teresia Benedicta a Cruce, war zunächst wissenschaftliche Pädagogin, Frauenrechtlerin und wurde dann Ordensschwester. Als sie zwei Jahre alt war, starb ihr Vater, der einen kleinen Holzhandel betrieben hatte. Ihre Mutter, eine sehr tüchtige, starke Frau mit einem nüchternen Blick für Realitäten, brachte das Geschäft bald auf die Höhe, so dass die Familie zu Wohlstand gelangte. Die Atmosphäre des Elternhauses war geprägt von der gläubigen, gesetzestreuen Religiosität der Mutter.

Schon als Kind war Edith Stein sehr sensibel und hatte ein ausgeprägtes Gespür für Ungerechtigkeit und Leid. In ihrer Studienzeit schrieb sie: „Ich wusste von den ersten Lebensjahren an, dass es viel wichtiger sei, gut zu sein als klug“.

Nach dem Ersten Weltkrieg hoffte Edith Stein sich habilitieren zu können und versuchte es an verschiedenen Universitäten im Fach Philosophie: in Freiburg, Göttingen, Kiel und Breslau, jedoch erfolglos. Als Frau und zudem Jüdin wurde sie – obwohl sie den anderen Kollegen vom Können her zumindest ebenbürtig war – überall abgelehnt. Schmerzliche Lebenserfahrungen ließen sie jedoch reifen.

Sie setzte sich für die Frauen ein und sagte: „Frauen sind für jeden Beruf geeignet und für jede geistige Richtung ebenfalls“. Frauen sind genauso begabt und befähigt wie Männer. Im deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster bekam sie eine Dozentenstelle. Sie vermittelte nicht nur Fachwissen, sondern auch, wie man Lebensziele und Pläne erneuern könnte, gerade in der Ausbildung junger Frauen. Sie bekam, da sie Jüdin war, ein Lehr- und Vortragsverbot.

Dr. phil. Edith Stein, Dozentin der Philosophie, wurde am 9.August 1942 von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Es gibt keinen Grabstein von Edith Stein, aber an allen Orten ihrer Lebensstationen hat sie  Spuren
hinterlassen. Am 11. Oktober 1998  wurde sie von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen und 1999 zur Schutzheiligen Europas erklärt.

Brigitte Steinberg
Mitglied der kfd im Kreisdekanatsteam Coesfeld
zuständig  für die Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: b.steinberg.kfd(at)gmx(dot)de
Tel. 02541-7540


19.11.2012 - Delegiertenversammlung mit Referat von Zoodirektor Jörg Adler

Der Zoo als moderne Arche - Katholische Landfrauen in der kfd engagieren sich für Artenvielfalt
Delegiertenkonferenz am 19. November 2102 im Allwetterzoo in Münster.

2012-11-21. Münster. „Treffen sich zwei Planeten. Fragt der eine: Wie geht’s? – Gut. Und Dir? – Schlecht. – Wieso? – Ich habe Menschen. – Mach Dir nichts draus, das geht vorüber.“ Mit diesen Worten war Zoodirektor Jörg Adler sofort direkt im Thema: Sein Referat zur Delegiertenversammlung der katholischen Landfrauenbewegung (KLFB) in der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) war ein leidenschaftliches Plädoyer für einen Bewusstseinswandel. „Damit wir unseren Kindern und Enkelkindern wenigstens sagen können, dass wir alles versucht haben“, so Adler „um die drohenden Katastrophen Klimawandel, Artensterben sowie die Ausbeutung ganzer Landstriche in der dritten Welt für unsere Konsumbedürfnisse aufzuhalten“.

[Weiter zu der kompletten Pressemeldung....]

PDF Positionspapier der ländlichen Verbände zur Ethik in der Tierhaltung

 

 


25.10.2012 - Literaturabend

Professorin Dr. Marianne Heimbach-Steins, Professorin für Christliche Sozialwissenschaften und Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster (Foto: Thoring)

Am Donnerstag, den 25. Oktober 2012 trafen sich  kfd-Frauen in Havixbeck-Hohenholte auf Einladung der Katholischen Landfrauen, um über Texte und Gedichte von Madeleine Delbrel zu sprechen. Um einen Einblick in das Leben und Wirken von Madeleine Delbrel zu bekommen, schilderte Professorin Dr. Marianne Heimbach-Steins zunächst den Lebenslauf von Madeleine Delbrel sowie wichtige geschichtliche Hintergründe und zeitgenössische Lebensumstände.

1904 geboren,  wuchs Madeleine Delbrel in einem atheistisch geprägten Elternhaus in Frankreich auf. Durch Freunde lernte sie den katholischen Glauben kennen und arbeitete schließlich als Sozialarbeiterin in einem Pariser Vorort und Arbeiterviertel. Anstatt sich den strengen katholischen Dogmen zu unterwerfen, handelte sie oft unkonventionell aber stets die wesentlichen christlichen Werte im Blick. So hatte sie keine Berührungsängste mit den kommunistischen Arbeitern und schloss Freundschaften in diesen Kreisen, was in katholischen Kreisen nicht gerne gesehen wurde. Doch mit Ihrer Willenskraft und Gradlinigkeit verschaffte sie sich Respekt und Anerkennung in kirchlichen und politischen Kreisen.

Professorin Marianne Heimbach-Steins referierte mit Begeisterung Texte von Madeleine Delbrel und wusste mit allerlei Anekdoten die Zuhörerinnen zu begeistern. Die kfd-Frauen haben eine ungewöhnliche Frau des modernen Christentums kennen gelernt.


30.08.2012 - Ein schöner „Urlaubstag“

Die Teilnehmerinnen waren beeindruckt von der Tour, die durchs Lippetal führte. (Foto: privat)

Landfrauen erkundeten das südliche Münsterland mit dem Rad

HERZFELD. Die KLFB (Katholische Landfrauen-Bewegung) des Bistums Münster hatte zu einer Radtour ins südliche Münsterland eingeladen und 15  Frauen machten sich mit der Gästeführerin Elisabeth Zinselmeier auf „Spurensuche“ durch Gottes schöne Natur.
Die Frauen hatten schon eine längere Anreise zum Beispiel aus Rheine und Velen in Kauf genommen, um die Region um Herzfeld kennen zulernen.

Am Herzfelder Jubiläumsbrunnen war der Start bei sehr gutem Radelwetter zu einer meditativen Begegnung mit der Schöpfung. Die Kapellen am Wegesrand luden zu Ruhepausen und besinnlicher Stille ein. Ein besonderer Höhepunkt waren die Erzählungen und Geschichten von Hedwig Uelentrup zur Entstehung der St.-Anna-Kapelle in der Bauerschaft Schachtrup. Nach einer ausgiebigen Mittagspause im Gasthof Nordhaus führte der Weg nach Liesborn-Göttingen, über Benninghausen, Eickelborn und Hovestadt zurück nach Herzfeld mit dem Abschluss in der Krypta der St. Ida-Wallfahrtsbasilika.
Alle Teilnehmerinnen waren sich einig: „Wir brauchen nicht weit zu reisen, um einen schönen Urlaubstag zu verbringen!“

Diese Radtour ist auch veröffentlicht in „Pilgern im Münsterland“, ein Taschenbuch der kfd, das im Aschendorff-Verlag erschienen ist.


Autorenlesung mit Philip Oprong Spenner

Move on up – ich kam aus dem Elend und lernte zu leben

unter diesem Titel eroberte in den vergangenen Monaten eines der bemerkenswertesten Bücher die Herzen der Menschen. Es erzählt die aufregende Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen Menschen: 

Buchcover Move on up (Foto: mit frdl. Genehmigung der Ullstein Buchverlage GmbH)
Buchcover Move on up (Foto: mit frdl. Genehmigung der Ullstein Buchverlage GmbH)

Philip Oprong Spenner kämpfte als Straßenkind in Nairobi (Kenia) ums nackte Überleben.

Heute – knapp 20 Jahre später – hat er in Deutschland einen glänzenden akademischen Abschluss gemacht und ist Lehrer in Hamburg geworden. Wie dieser ungewöhnliche Lebensweg bisher verlaufen ist, woher der Ansporn kam und was ihn heute bewegt, davon erzählt er eindringlich und dennoch voller Optimismus.

Die Autorenlesungen fanden im Juni diesen Jahres an zwei Orten im Bistum Münser statt.

Mittwoch, 27. Juni 2012 in Hörstel-Riesenbeck,

Donnerstag, 28. Juni 2012 in Nottuln


Lesung mit Philipp Oprong Spenner in Darup (Foto: Kleingräber)
von links: Gabi Schleiner, KLFB; Gisela Reckmann, KLFB; Michael Bleister, Volksbank Darup; Christel Schwering, kfd; Philip Oprong Spenner, Autor; Maria Kleingräber, KLFB; Inge Thoring, KLFB. (Foto: Kleingräber)

Move on up! (Steh auf, bewege dich…)

Bericht von der Autorenlesung in Darup

„Ich habe immer von der Schule geträumt - sie ist mein Leben“, welche Mütter und Väter würden nicht von solchen Sätzen ihrer Kinder träumen. Besonders, wenn diese auch noch voller Überzeugung gesagt werden. Diese Sätze kommen aber von einem, dessen Leben mit Klauen und Betteln begann: Philip Oprong Spenner lebte, als er noch keine 10 Jahre alt war, als Straßenkind in Nairobi, der Hauptstadt Kenias. Heute, 20 Jahre später, lebt er in Hamburg und arbeitet in seinem  Traumberuf als Lehrer.

Über 100 Frauen der Katholischen Landfrauenbewegung ( KLFB ) in der kfd erlebten in Hörstel- Riesenbeck und Nottuln- Darup einen Menschen mit einer äußerst charismatischer Ausstrahlung. Mit seiner lebendigen Stimme und positiven Art fesselte er die Zuhörerinnen und Zuhörer und nahm sie mit auf seinen Lebensweg.

„ Move on up- ich kam aus dem Elend und lernte zu leben“, so lautet der Titel seiner Biographie. Den Zuhörenden vermittelte sich ein Mensch von großer Willensstärke und Intelligenz. Danach gefragt, woher er immer wieder die Kraft genommen habe, nicht abzugleiten und nicht in der Gosse zu landen, antwortete er: „ Ich habe all den Hunger, die Prügel und Demütigungen nur deshalb überlebt, weil ich schon früh erkannt habe, dass es sich nicht lohnt, sich als Opfer zu betrachten und ich wusste, wenn ich dem Himmel ein Stückchen näher kommen wollte, dann muss ich wenigstens bis in die Spitze eines Baumes klettern.“

Maria Artmeyer, Hannah Holtgräve, und Gisela Reckmann haben ganz im Sinne des Strategieprozesses nicht nur in Landfrauen- und kfd- Kreisen für diese Veranstaltung geworben, sondern sie haben auch die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Buchhandlungen gesucht. Alle haben profitiert und dadurch ein gutes Stück Kulturarbeit auf dem Land geleistet.

Die  Kreissparkasse Steinfurt und die Volksbank „Lette- Darup- Rorup“ in Nottuln waren vom Konzept der KLFB in der kfd so überzeugt, dass sie die Veranstaltungen großzügig unterstützt haben. 

Maria Kleingräber
Diözesanreferentin